Die Universität Passau war mit einem Stand auf der Langen Nacht der Demokratie in Pfarrkirchen vertreten. Besucherinnen und Besucher konnten dort spontan eine Runde „Headline Hunter" spielen, eine Adaption eines Spiels aus dem EU-geförderten HORIZON-Projekt TaCT-FoRSED, das derzeit an der Universität läuft. Die Spielrunden dienten als Gesprächsanlass, um über Desinformationsstrategien und ihre Wirkung zu diskutieren.
„Als erfahrungsbasierte Schutzräume haben Spiele einen besonderen Stellenwert: Wer Demokratie ernst nimmt und die dafür wichtigen Kompetenzen vermitteln will, sollte sich auf das Medium Spiel einlassen", sagt Dr. Hannes Birnkammerer, Mitglied im Leitungsteam des DiLab am ZLF. „Mit unseren Spielen können schon kleine Impulse zu Gesprächsanlässen werden, und daraus sind sehr spannende Diskussionen entstanden. Wir freuen uns, dass sich dadurch möglicherweise neue Kooperationen im Projekt ergeben und wir die Spiele künftig im eigentlichen Einsatzumfeld erproben können."
Die Lange Nacht der Demokratie hat gezeigt, dass der Spieltisch ein guter Ort für Demokratiebildung ist. Denn wo gespielt wird, wird miteinander gesprochen. „Mich hat gefreut, wie viele Menschen an diesem Abend mitgemacht haben. Es wurde gespielt, gelacht und über ganz unterschiedliche Fragen von Demokratie diskutiert. ‘Headline Hunter’ hat gezeigt, dass man sich auch mit einem schwierigen Thema wie Desinformation spielerisch auseinandersetzen kann, ohne dass es belehrend wird. Genau solche Begegnungen wollen wir mit dem Spielecafé der Generationen schaffen“, so Prof. Dr. Petra Fuchs, Professorin an der AKAD Hochschule Stuttgart und Leiterin des Spielecafés der Generationen.