Am 12. Februar 2026 kamen Lehrkräfte, Studierende und Dozierende der Universität Passau sowie außerschulische Bildungspraktikerinnen und -praktiker zum zweiten moreBNE-Camp zusammen (BNE: Bildung für nachhaltige Entwicklung). Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Projekt PIZ (Profilschule für Informatik und Zukunftstechnologien) der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen und dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung durchgeführt und stand unter dem Motto „Einfach machen! Making in der Schule - von der Idee zur Anwendung“. Die Teilnehmenden des moreBNE-Camps vernetzten sich, erhielten Impulse und tauschten sich zum Thema Maker Education aus.
Maker Education - Kreativität trifft auf Technik
„Hinter dem Begriff „Making“ verbirgt sich weit mehr als nur bloßes Basteln. Es ist ein pädagogisches Konzept, das auf eigenständigem Handeln, mutigem Ausprobieren und einer konstruktiven Fehlerkultur basiert“, erklärt Petra Mayrhofer, moreBNE-Projektmitarbeiterin. „Ziel ist es, den Lernenden Raum für eigene Ideen zu geben und dabei entscheidende Kompetenzen für das 21. Jahrhundert zu fördern.“ Pädagogisches Making geht dabei von den Interessen und Ideen der Schülerinnen und Schüler aus und vollzieht sich in explorativen und problembasierten Lernaktivitäten. Mithilfe analoger und digitaler Technologien und Fertigungsverfahren entwickeln die Lernenden wahrnehmbare Artefakte bzw. Prototypen und gestalten ihren Lernprozess weitgehend selbst. Unter Artefakten versteht man dabei nicht nur dreidimensionale Objekte, sondern ebenso Bilder, Videos, Texte, Performances, Musikstücke etc. Diese Prototypen verkörpern konzeptionelle Ideen und sind „in Material gegossene“ bzw. sichtbar gemachte Gedanken, welche dadurch gemeinsam diskutiert und mit konstruktivem Peer-Feedback weiterentwickelt werden können.
Ein vielfältiges Programm zum Mitmachen
Die Keynote der Schüler Maximilian Wimmer und Adam Bader sowie ihrer betreuenden Lehrkräfte Christopher Müller und Stefanie Will brachte vor allem die Perspektive von Schülerinnen und Schülern zum Thema ein und bot einen Einblick in die Entwicklungen der Maker Education der letzten zehn Jahre am Gymnasium Neubiberg. Darauf folgten Workshops zur Verwirklichung von Maker Education in Schulen durch Kooperationen mit Medienzentren, Game-Based Learning, 3D-Modellierung mit Tinkercad, ein Upcycling-Roboter-Storytelling-Workshop sowie ein Workshop zur Verbindung von Making und Fachunterricht. Das offene Barcamp-Format am Nachmittag ermöglichte einen aktiven Erfahrungsaustausch und das Einbringen eigener Ideen. Darüber hinaus wurde der DiLab MakerSpace an der Universität Passau vorgestellt und es gab Workshops zum selbstgesteuerten Lernen anhand des Unterrichtsbeispiels Abfüllanlage, Medienproduktion, Making mit verschiedensten Fachbezügen am Beispiel Campus-Acker, Making im Virtuellen Raum sowie einem Framework für Maker Education.
Das vielfältige Programm zum Thema Making gab Anregungen und förderte die Zusammenarbeit zwischen Beteiligten aller Erfahrungsstufen. Weitere Veranstaltungen in der moreBNE-Camp-Reihe werden folgen, das nächste moreBNE-Camp findet vom 25.03. bis 26.03.2026 statt und widmet sich der ganzheitlichen Verankerung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) durch den Whole School Approach.
Weitere Informationen sowie eine Dokumentation der Maker-Veranstaltung findet sich unter t1p.de/making-morebne.
Kontakt: morebne@uni-passau.de.